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Freude und Leid

von Medium Tachina

 

Wir wissen es, daß Freude und Leid zusammen gehören und sich abwechselnd in unserem Leben einstellen. Wir wissen auch, daß es nicht die freudigen Zeiten sind, die uns geistig reifen lassen und voran bringen. Es sind stets die leidvollen Zeiten, Zeiten, in denen Gott in besonderer Weise an uns arbeitet.

Während wir in leidvollen Zeiten glauben, Gott habe uns verlassen, steht er uns jetzt ganz besonders nahe. Egal wo das Leid auch herkommt, Gott trägt uns jetzt und sendet uns alle Hilfe, die wir brauchen, um aus dieser Phase gestärkt hervor zu gehen.

Ich als Medium spüre diese Phasen besonders deutlich, indem ich einen schweigenden Jesus erlebe und wenn er spricht, dann macht er das Leid nicht gerade kleiner. Ich will ja nicht gerade sagen, daß er Blödsinn spricht, aber dennoch sind es Worte und Dinge, wo ich zu einem Menschen sagen würde: „Sag mal, hast du sie noch alle?“

Zu Jesus aber sagte ich  neulich: „Du, das brauche ich nicht ! Es ist schon schwer genug und ich will es nicht mehr, daß Du mein Leid auch noch mit dummen Sprüchen vertiefst. Dann sei lieber ruhig.“  Und ich beschloß in Zukunft, wenn er wieder seine Kommentar loslässt, einfach nicht mehr hinzuhören. Das ist einfach, wenn es sich um eine geistige Stimme handelt.

Wie aber ist es mit den Stimmen der Menschen? Sie vertiefen mit ihren Worten und Handlungen permanent unser Leid. Kein Wunder also, daß wir in solchen Phasen den Wunsch hegen, uns komplett von der Außenwelt zurück zu ziehen. Und das ist der beste Rat, den ich Ihnen geben kann. Denn bei dem Versuch, mit einem anderen über dieses seelische Tief zu sprechen, erleben wir auch noch herbe Enttäuschungen. Denn der andere kann sich in diese Situation überhaupt nicht hinein versetzen. Das ist allein Sache unserer eigenen Seele. So erleben wir immer und immer wieder, daß wir, wenn es darauf ankommt, alleine sind. Alleins ! Und das ist gut so. Im Alleinssein bekommen wir unser seelisches Tief viel schneller in den Griff. Während ich in jungen Jahren immer versuchte, meinen Seelenschmerz hinauszuschreien, meiner Mutter und meiner Freundin versuchte klarzumachen, was ich fühle, damit sie mich letztendlich auch verstanden, ziehe ich mich heute zurück. In mich selbst zurück. Dort drin ist die Ruhe, die ich brauche, um mit dem, was mich belastet, fertig zu werden.

Früher musste ich oft erfahren, daß ich hinterher noch fertiger war als vorher. Denn, man versuchte zwar mich zu verstehen, aber an den Antworten erkannte ich, daß es anders war. Und die vielen Ratschläge die ich erhielt, waren alles, nur nicht das was ich brauchte oder wollte. Wieso auch? Wie sollte ein anderer erkennen, was mir fehlt? Nur meine Seele kann mir sagen, was sie braucht. Also: Ab nach innen !

Wie oft kommen Menschen zu uns, die genau in so einer Lage sind. Sie wollen von uns Antworten hören. Sie wollen wissen wie es weiter geht, was zu tun ist. Die beste Hilfe für diese Menschen ist immer das Wissen, daß diese Leidenszeit gut für Sie selbst ist. Daß sie aus dieser Leidenszeit gestärkt hervor gehen, aber nur, wenn sie nun auch in sich gehen. Sich zurück ziehen.

Es ist vielleicht erstaunlich für Sie zu erfahren, daß alle Artikel die ich verfasse für den Monatsbrief, in einer Zeit geschrieben werden, in der ich mich nicht gut fühle. Ich fühle mich nicht imstande, eine körperliche Arbeit zu verrichten, noch ein Video aufzuzeichnen. Dann weiß ich: AHA, es ist Zeit zu schreiben. Alles im Leben hat seine Zeit. Doch die Tatsache, daß ich schreiben kann, wenn es mir selbst nicht so gut geht, auch seelisch, ist die, daß mir Gott jetzt besonders nahe steht. Ich fühle seinen heiligen Geist jetzt ganz besonders. Die Themen erhalte ich auch stets von Jesus. Eine Überschrift und dann schreibe ich aus meiner Seele heraus. Und sie wissen, wer da drin wohnt?!

Das ist es, was die Menschen wissen müssen. Dann nämlich sind sie nicht mehr traurig und sie fühlen sich nicht mehr allein. Sie wissen genau, Gott ist mir jetzt ganz nahe und bereit mit mir zu reden, ich brauche nur zuzuhören. Dies erfordert aber Stille. Rückzug. In unseren Gedanken, in unseren Herzen, da hören wir die Stimme Gottes auch dann, wenn wir nicht medial begabt sind.

„Schreie den Schmerz hinaus“, höre ich da Ratschläge von anderen. O.k. wenn’s Ihnen hilft! Mir hilft es nicht. Nicht daß ich es schon versucht hätte. Ein tiefes Wissen in mir sagt, daß der Schrei nur eine kurze Hilfe bringen kann, eine Erleichtung vielleicht für Menschen, die den ganzen Tag nur alles runterschlucken. Zu denen gehöre ich nicht. Was wir brauchen und wirklich benötigen, ist aber nicht die kurze Hilfe, sondern eine dauerhafte Lösung, denn das nächste Leid wartet schon auf uns. Nun stellt sich allerdings die Frage, ob wir dann noch von Leid sprechen können oder wollen? Kann es Leid sein, Gott nahe zu sein ? Eigentlich ist das ein Grund zur Freude. Er ist da, weil er mich ein Stück des Weges weiter führen will. Er will mich verändern, zu meinem Besten. Er will mir zu einer neuen Aufgabe verhelfen. Darum gehen wir aus einer leidvollen Phase auch immer wie neugeboren hervor. Es ist eine Wiedergeburt! Wir haben wieder dazu gelernt, können neue Wege gehen, altes hinter uns lassen. Gott will die Veränderung für uns, weil wir ihm entgegen wachsen müssen. Das ist das Ziel und die Aufgabe eines jeden Menschen. Deswegen sind wir überhaupt hier. Mit dieser Erkenntnis wird einem Jeden geholfen. Im Leid nicht leiden, sondern erkennen! Ich bezeichne die Zeiten des Leidens heute als Zeiten der Stille ! Ich schweige sehr viel, bzw. rede nur wenig. Ich teile mich nicht mit, sondern lebe das Alleinssein. Ich spreche fast überhaupt nicht mehr über meine Empfindungen in dieser Zeit, weil ich weiß, daß mir sowieso von anderen keine Hilfe gebracht werden kann. Ich muß diese Hilfe in mir selbst als Weg finden. Und oftmals ist es ein neuer Weg. Ein größerer als vorher. Gott hat viele Pläne für unser  Leben. Wenn wir auf der Stelle treten, kann Gott mit uns nichts anfangen. Er will uns weiter führen. Kommen wir ihm mit Angst entgegen, blockieren wir unseren eigenen Weg. Wir müssen mutig sein und tun, was Gott von uns will. Nur dann kommen wir wirklich ans Ziel.

Ich möchte wetten, daß Gott ihnen schon tausendmal etwas abverlangt hat, was sie bis heute nicht getan haben. Darum und nur darum, kehrt das Leid immer wieder zu ihnen zurück. Solange, bis sie erkannt haben, was Gott von ihnen will. Führen sie ihn endlich aus, den Plan Gottes für ihr Leben. Dann haben sie lange Zeit Ruhe.

Dies bedeutet allerdings nicht, daß ihnen kein Leid mehr begegnen würde. Gott ruft wieder und immer wieder. Er will ihnen nah sein und mit ihnen weiter gehen. Dafür muss er sie wieder bereit machen, verändern. Und wenn sie ganz ehrlich sind: Nach jeder leidvollen Phase, waren sie ein anderer Mensch. Richtig ? Wie neugeboren – gestärkt – voller Lebensfreude !

Sie entscheiden, wie oft solche Phasen in ihr Leben treten. Sie entscheiden auch, wie lange diese Phasen sind. Je früher sie erkennen was Gott von ihnen will, desto schneller können sie ihm folgen und desto schneller sind sie wieder glücklich und zufrieden.

Ich bin es jetzt! Denn ich habe sein Rufen gehört und diese Worte getippt.  Ich war erfüllt mit seinem heiligen Geist, seiner Liebe und seiner Macht. Darum fühle ich mich  nun geheilt und ruhig.

In größeren Leidphasen, Prüfungen, gehe ich nicht anders vor. Ich lebe jeden dieser Tage voll aus, indem ich einfach nur tue, was ich liebe. Ich singe eine Runde, ich tanze eine Runde, ich sehe eine Runde fern, ich lege mich etwas hin, ich kreiere Bilder am PC………..oh, es gibt so vieles was mir Freude macht bzw. machen kann, wenn die Zeit dafür da ist. Das Rufen kann man nicht überhören. Ich verbringe die ganze Zeit nur mit mir selbst, im Einssein mit Gott. Nun werden sie sagen: „ja aber wo ist denn da die spirituelle Reife oder Veränderung?“

Wenn dieses Phase vorrüber ist, in der ich einfach nur die Liebe gelebt habe, habe ist meist einen Traum oder eine Vision, die mir einen neuen Weg zeigt. Schmunzelnd erkenne ich dann, daß alles vorbei ist und daß ich diese Zeit eben benötigt habe für die Wiedergeburt. Reinigung, Stärkung, Glaubensvertiefung nach einer Zeit von Zweifeln oder dem Wunsch aufzugeben……….

Zweifel haben manchmal und insbesondere in Leidphasen etwas Erhebendes. Man kann sich selbst darin wieder finden, eine Stärkung des Glaubens erfahren. Vorausgesetzt, man setzt sich wirklich damit auseinander.

Sie sehen also: Diese Zeiten werden gebraucht und je mehr wir die Wahrheit dieser Zeit erkennen, desto weniger werden wir von Leid sprechen. Es ist eine Zeit der Veränderung und Geistiger Wiedergeburt. Und so kommt es schon einmal vor, daß man sich irgendwann sogar auf solche Zeiten freut. Bin ich schon soweit? Nein ! Ich hasse diese  Zeiten. Denn es sind Zeiten, in denen man sich selbst nicht liebt, in denen man sich selbst auf die Nerven geht. Das ist aber genau der Grund, warum es dann so wichtig ist, nur und ausschließlich das zu leben, was man lieben kann. Man muß manchmal ganz schön lange suchen………Aber wer suchet, der findet auch.

Finden sie nun bitte den richtigen Zeitpunkt in ihrem Leben, wo sie die Veränderungen meistern, die Gott von ihnen möchte. Dann und nur dann können sie sicher sein, daß die eigentliche Zeit des Leidens vorüber ist. Wer nach Gottes Plan lebt und alles tut, was er ihm aufträgt, kann nicht mehr von Leid im eigentlichen Sinne sprechen. Vielleicht geht es ihnen dann wie mir, daß sie einfach nur sagen: „……was willst du denn jetzt schon wieder?!“………….

Beugen sie sich, kämpfen sie nicht gegen diese Zeit an. Lassen sie los und geben sie sich hin. Dann ist bald alles vorüber.

Herzlichst

Ihre Tachina

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